Seelachse in der Ostsee!!! Norwegenfealing in der Eckernförder Bucht!

Seit letzem Jahr hört man es immer wieder, dass Seelachse in der Ostsee vor Schleswig-Holstein gefangen werden. Von kleineren Beifängen war oft die Rede. Selbst könnten wir hier allerdings nichts vermelden – bis zum letzen Wochenende. Zielfisch war an diesem Tag eigentlich der Hering – ihr wisst schon…lecker und so :D Nachdem wir schon Anfang des Jahres bei Stollergrund zwischen der Eckernförder und der Kieler Bucht dicke Makrelen fangen konnten, gingen uns nun auch direkt vor der Marine in Eckernförder einige schicke Mini-Tuns an den Haken.Makrele Raubfischer des Nordens Die Heringe wollte nicht so recht und daher probierten wir noch eine Stelle mittig in der Bucht an – am Rand der Torpedo Übungsbahn. Hier lag auch schon das ein oder andere Boot – hier muss was sein!
Paternoster mit Pilk sausten in die Tiefe!
Kleiner Satz dazu: die Paternoster sind oft mit 5 Haken bestückt, da diese an der Mohle mit einem Blei gefischt werden. Daher immer daran denken, einen Haken zu kappen, damit die maximale Anzahl von 5 Haken nicht überschritten wird!
So, zurück zum Thema: Der schwarz/rote Pilker meines Vaters erreicht gerade den Grund und schon war die Rute krumm! Wir fragten uns natürlich, was unten am Haken hängt – das es kein Hering war, dessen waren wir uns sicher. Dorsch? Ne, der klopft ja gar nicht und er nimmt auch noch Schnur! Als der Fisch an die Oberfläsche kam, dann die Überraschung –  ein stattlicher (für Ostseeverhältnisse) Seelachs kam an die Oberfläche.Seelachs Eckernförde Ostsee 2
Der erste Seelachs überhaupt für meinen Vater! Wir fischten dann noch ca. 1 1/2 Stunden weiter und konnten 14 Seelachs von 1,8-2,4Kg und 55-60cm fangen. An unseren leichten Ruten ein riesen Spaß! Schade nur, dass genau dann weder Foto- noch Videokamera an Board sind. Naja, immerhin haben wir ein wenig “Mythbusters” gespielt und können hiermit bestätigen: Die Seelachs sind vor der Küste Schleswig-Holsteins!!!Seelachs Eckernförde Ostsee

Solltet ihr euch fragen warum, dann solltet ihr den Artikel in der K&K über die neuen Salzwasserströme aus der Nordsee lesen, der mehr Futterfisch und somit auch die Räuber ins unsere heimischen Gewässer treibt.

 

Der Sommer der Karpfen geht weiter!

Nachdem ich die letzten Wochen nur für Kurzsessions am Wasser war, ging es letztes Wochenende endlich mal wieder für 2 Nächte am Stück raus. Am neuen Gewässer angekommen, musste ich mir erstmal einen Überblick verschaffen, also schnell das Boot aufgepumpt und das Echolot montiert. Schon nach 10 min konnte ich den ersten kleinen Karpfen rollen sehen. Dort die Ruten vernünftig zu platzieren sollte allerdings alles Andere als einfach werden. Der ganze See war so sehr verkrautet, dass ich nach einer Stunde grade mal einen kleinen Fleck entdeckt habe wo ich eine Rute platzieren kann. Da es schon langsam anfing zu dämmern musste ich wenigstens diese Rute auf Sicht perfekt positionieren. Die anderen Ruten legte ich etwas tiefer zwischen 4 und 6 Metern wo das Kraut weniger wurde. Morgens um 8:30 dann der erlösende Dauerton. Es war die Rute die ich auf Sicht abgelegt hatte. Nach einer halben Stunde Drill auf Biegen und Brechen durch ein Krautfeld nach dem anderen konnten wir den ersten guten Fisch auf unserer Habenseite verbuchen. Karpfen_Frank_Raubfsicher des NordensDen Tag über ging dann leider erstmal nichts mehr.
Gegen Mittag machte ich dann nochmal Location um auch die anderen Ruten sauber ablegen zu können. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich dann doch noch zwei weitere kleine krautfreie Stellen entdeckt, in deren Nähe ich auch Karpfen sichten konnte. In der zweiten Nacht lagen dann alle Ruten von uns in genau diesen Bereichen. Um 4:00 Nachts wurde ich von zwei kurzen Piepern aus dem Schlaf gerissen. Ich sah zu meinen Ruten aber nichts tat sich mehr. Doch bei genauerem hinsehen sah ich das meine rechte Rute ganz schön krumm war. Der Fisch hatte sich sofort nach dem Biss im Kraut festgesetzt. Karpfen_Frank_Raubfsicher des Nordens2Ich pumpte mich vom Boot aus Stück für Stück über den Fisch, um ihn irgendwie aus den riesigen Massen von Kraut zu befreien. Nach etlichen Krautbündeln sah ich dann erstmals den Fisch im Schein meiner Kopflampe. Es war ein schlanker Wildkarpfen der in mein Keschernetz glitt. Das sollte auch der letzte dieser Session sein. Morgen werde ich erneut mein Glück für eine schnelle Nacht versuchen.

 

Wels & Karpfen am Po Teil 2

Nun der versprochene Karpfenteil unserer Italien Reise. Wie gestern schon erwähnt hatte der Po extrem Niedrigwasser und eine Temperatur von 29 Grad machte es uns nicht grade leicht die Fische dort hin zu bekommen wo wir saßen. Was eigentlich die komplette Session ganz gut lief, waren die Graser. Am ersten Abend verlor ich schon nach 3 Stunden den ersten guten Fisch. Leider verloren wir noch einige weiterer Fische aus verschiedenen Gründen. Ein richtiges Brett ging meinem Freund Basti direkt vor dem Kescher flöten. Hätten wir alle Fische bekommen die abliefen, hätte man diese Session wohl als perfekt bezeichnen können. Aber auch so können wir sehr zufrieden sein. Insgesamt hatten wir in den Tagen 9 Waller die wir ja nur nebenbei befischten, 5 Schuppies und so um die 10 Graser. Es war eine harte Tour mit vielen Höhen und auch sehr vielen tiefen (grade für mich) aber wir kommen wieder, das steht fest. Der Po ist ein hervorragendes Gewässer, ganz gleich auf was man fischt. Jede dort lebende Art ist in extremen Größen vertreten. Jeder gehakte Fisch kann der Ausnahmefisch sein. Ich freue mich jetzt schon aufs nächste Mal

Frank_Karpfen

Posted from Lombardy, Italy.

Wels & Karpfen am Po Teil 1

Wir sind zurück aus Bella Italia. Während hier in Norddeutschland das Wetter Kapriolen schlägt, hatten wir sehr konstantes Wetter. Schon fast etwas zu Heiß für meine Geschmack mit 38Grad Luft und 29Grad Wassertemperatur. Aber es gibt schlimmeres.
Unser eigentliches Vorhaben, einige gute Karpfen zu fangen, gestaltete sich durch den extrem Niedrigstand des Po’s und der hohen Wassertemperatur anfangs recht schwierig. Bis wir überhaupt einen Angelplatz fanden,der uns zusagte und nicht schon besetzt war, vergingen 4 Stunden im vollgepacktem Boot. Nachdem wir dann endlich einen geeigneten Platz gefunden hatten, wurde erstmal ausgiebig gefüttert. Anschließend ging es ans aufbauen der Ruten und des Camps. Es dauerte grade mal 3 Stunden als sich einer meiner Bissanzeiger im Dauerton meldete. Ich konnte es kaum glauben das wir so schnell Fischkontakt hatten. Leider verlor ich den Fisch nach kurzem Drill. Die weitere Nacht verlief dann recht ruhig was Karpfen anging. Wir beobachteten dann ein ganz anderes Schauspiel. Direkt vor unseren Füßen scheuchten etliche Welse die Meeräschen auf unsere Sandbank. So etwas hatte ich zuvor nicht gesehen. Überall sprangen Fische wie wild durch die Gegend und flüchteten vor den Wallern ins Knietiefe Wasser. Dieses Schauspiel wiederholte sich jede Nacht. Zum glück hatte ich eine Wallerrute zusätzlich eingepackt. So fing ich an, jede Nacht eine Rute nebenbei auf Waller auszulegen.Das ich in den kommenden Nächten drei mal meinen PB knacken würde sprengte alle Erwartungen.

Morgen dann mehr
TL Frank
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